Agrargenossenschaft Köchelstorf eG - Champion Parallelmelkstand

Bei der Agrargenossenschaft Köchelstorf eG steht das Wohl der Tiere und Mitarbeiter im Vordergrund. Mit dem Bau eines neuen Melkhauses und neuer Stallanlagen wurden in diese Richtung wichtige, neue Weichen gestellt.

Historisch gesehen hat sich die Agrargenossenschaft Köchelstorf aus mehreren LPGs zusammengeschlossen. Schon Ende der 80er Jahre gab es zu DDR Zeiten Gespräche zwischen fünf LPGs mit Tierproduktion und einer LPG Pflanze über die Zusammenlegung der Geschäftsbereiche. Letztendlich dauerte es jedoch noch einige Jahre bis nach der Wende vier der LPG Tier und die LPG Pflanze eine Genossenschaft gründeten und ihre Arbeit am Standort Köchelstorf konzentrierten. Im Jahr 2012 entschied man sich den Bereich der Milcherzeugung zu modernisieren. Die alten Stallanlagen erreichten nicht mehr den Anspruch am Kuhkomfort und der Melkstand war hinsichtlich Arbeits- und Melkerkomfort nicht mehr Stand der Technik. Für Reinhard Drews, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Köchelstorf eG und schon seit 1976 Teil dieser später zusammengeschlossenen Gemeinschaft ist die Milcherzeugung ein essentieller Pfeiler auf dem die Zukunft der Genossenschaft aufgebaut ist. Um weiterhin profitabel wirtschaften zu können, gleichzeitig aber auch den Mitarbeitern in der Tierproduktion eine attraktive Zukunft bieten zu können, war eine Neuinvestition unabdingbar. Die neuen Stallanlagen bieten viel Licht und Luft für die 750 Milchkühe. Die neu installierten Tiefliegebuchten wirkten sich innerhalb kürzester Zeit positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere aus. Geschäftsführer Reinhard Drews bemerkt, dass das Tierwohl vom Beginn der Planung immer im Hauptfokus stand. Dies wurde auch im Melkhaus berücksichtigt, welches von den Kühen über kurze Wege erreicht wird. Die Gruppengrößen sind so ausgerichtet, dass die Wartezeit im Vorwartehof möglichst gering ist. Im Melkstand selbst stehen die Kühe auf Gummimatten. Dadurch entsteht ein ruhiges und entspanntes Melken.

Bei der Melktechnik hat man sich für einen DeLaval Champion™ Parallelmelkstand entschieden. „Wir haben schon zuvor in einem DeLaval Begeistert sind der Vorstandsvorsitzende und seine Mitarbeiter außerdem von den anderen installierten Zusatzprodukten im Melkstand, die die Melkarbeit erleichtern und effizienter machen. So sorgt das DeckFlush mit seinen Sprühdüsen in der Fertigkante nach dem Verlassen der Kühe für eine saubere und hygienische Standfläche. Das Airwash System spült nach jeder Melkung die Melkbecher des Melkzeugs. Dadurch steht jeder Kuh ein hygienisch einwandfreies Melkzeug zur Verfügung und eine Verbreitung von Mastitiserregern von Kuh zu Kuh wird minimiert. „Das DeckFlush und Airwash System sind wichtige Komponenten, um eine hohe Milchqualität zu erreichen. Dies macht sich selbstverständlich auch beim Milchgeld bezahlt. Unsere Molkerei belohnt einen hohen Qualitätsstandard, so dass bis zu 3% höhere Milcherlöse möglich sind“, meint Herr Drews. Die Ergebnisse dieser Maßnahmen können sich sehen lassen. Die Kombination aus neuem Stallgebäude und neuer Melktechnik mit dem Airwash System hat dazu geführt, dass sich die Zellzahl von damals 270.000-290.000 Zellen/ml auf deutlich unter 180.000 Zellen/ml reduziert hat. Weiterhin zeigt sich, dass Abgänge wegen Eutergesundheit einen geringeren Anteil ausmachen, seit dem die Umstellung auf den Neubau erfolgt ist.

Agrargenossenschaft Köchelstorf eG

Deutschland

HERDENTYP

Holstein

HERDENGRÖSSE

760

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Das System ist wichtig, um eine hohe Milchqualität zu erreichen. Dies wird auch von der Molkerei belohnt.

Auch hinsichtlich der Fruchtbarkeit wird deutlich, dass sich diese neue Investition auszahlt. Herr Drews ist überzeugt, dass mit dem ALPRO Herdenmanagement eine persönlichere Betreuung des Tieres möglich ist, weil man die Tiere und die einzelnen Parameter besser im Blick hat. Durch die individuellen Zuchtdaten und Bewegungsprofile des Aktivitätssystems konnte zudem die Brunstkontrolle verbessert werden. Als Ergebnis ist schon jetzt eine kürzere Zwischenkalbezeit und geringere Remontierungsrate sichtbar.

Letztendlich spiegelt sich dies auch in der Milchleistung wieder, die von einem zuvor schon hohen Niveau auf mittlerweile 10.118 kg durchschnittlicher Laktationsleistung je Tier angestiegen ist. Kein Wunder also, dass mittlerweile die vierte Kuh mit einer Lebensleistung von über 100.000 Liter Milch ausgezeichnet wurde und sich die nächsten Kandidatinnen bereits ankündigen. Dieser Anstieg in der Milchleistung macht sich natürlich letztendlich auch in der Ablieferungsmenge bemerkbar. Durch die komplette Umstellung auf die neue Installation konnte innerhalb eines Jahres ohne großartige Aufstockung der Herde die jährliche Ablieferungsmenge um knapp 900.000 kg gesteigert werden. Diese positiven Argumente bestätigen Reinhard Drews darin, hinsichtlich der Neubau-Entscheidung alles richtig gemacht zu haben und gestärkt in die Zukunft zu blicken.