Familie Hanke

Der Milchviehbetrieb der Familie Hanke liegt im äußersten Nord-Westen der Republik, nicht weit entfernt von der Nordseeküste. Als Heimatvertriebene haben Tim Hanke’s Großeltern den Betrieb 1953 erworben, als sie gezwungen waren sich eine neue Existenz aufzubauen. Angefangen mit weniger als zehn Kühen konzentrierte der Betrieb sich über die Jahre mehr und mehr auf die Milcherzeugung und ist heute mit seinen 170 Kühen ein effizienter und profitabler Produzent von Qualitätsmilch.

Zwischenzeitlich hat Hans Hermann Hanke den Betrieb übernommen und Stück für Stück gibt er nun das Ruder an seinen Sohn Tim Hanke über. Der Betrieb der Hankes ist mittlerweile mehr als ein einfacher Familienbetrieb. Mit mittlerweile drei Teilzeitangestellten gilt es, die täglichen Betriebsabläufe zu organisieren. Bei einer hohen Laktationsleistung von 10.600 l pro Kuh und Jahr wird hier Qualitätsmilch erzeugt, die regelmäßig von der Molkerei ausgezeichnet wird. Seit 1978 wurde diese in einem kleinen DeLaval 30° Fischgrätenmelkstand FGM30 ermolken. Bei der wachsenden Herde nahm die Melkarbeit jedoch einen immer größer werdenden Posten in der täglichen Arbeit ein, so dass andere wichtige Betriebsabläufe darunter litten. „Seit Oktober 2013 melken wir in unserem neuen Melkhaus, in dem neuen D10 DeLaval 50° Fischgrätenmelkstand. Dadurch konnten wir die Melkdauer deutlich verkürzen“, erwähnt Tim Hanke. Die Melkarbeit übernimmt hierbei eine Person alleine. Der Melkstand wurde so gebaut, dass er ohne Probleme um vier Melkplätze auf jeder Seite auf einen D14er erweitert werden kann, so dass 2 Personen dann die Melkarbeit für eine noch größere Herde übernehmen könnten.

In diesem Melkhaus ist außerdem ein Wellness Bereich für frisch laktierende Kühe, sowie ein Stallbüro zusammen mit Sozialräumen untergebracht. Hierbei haben sich die beiden Betriebsleiter von einem Betrieb aus den USA inspirieren lassen. Dieser amerikanische Beispielbetrieb hatte wie die Hankes die Herde stark vergrößert und hatte daraufhin mit Leistungseinbußen zu kämpfen. „Entscheidend war hierbei neben dem Komfort der Tiere im Stall vor allem die Wartedauer vor dem Melken“, berichtet Hans Hermann Hanke. „Dadurch, dass hier die Kühe in kleinere Leistungsgruppen aufgeteilt wurden, konnte zum einen besser auf die Bedürfnisse der Gruppe eingegangen werden und zum anderen, waren die Kühe nur kurz für die tägliche Melkarbeit von ihrem normalen Tagesablauf getrennt.“ Dies war auch ein wichtiger Punkt, der mit dem neugebauten Melkhaus durchgesetzt werden sollte. Mehr Platz und ein geräumiger Vorwartehof mit Nachtreibevorrichtung lieferten die beste Voraussetzung für diese Strategie.

Familie Hanke

Deutschland

HERDENTYP

Holstein

HERDENGRÖSSE

170

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Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht alleine in dem neuen Melkstand, sondern vielmehr in dem kompletten System.

Die Kühe sind mittlerweile in drei Gruppen unterteilt und schon nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass sich diese Maßnahme auszahlt. Die Tiergesundheit hat sich weiter verbessert und die Rauhfutteraufnahme wurde gesteigert. „Das ist es, was sich am Ende auch finanziell auszahlt“, ist sich Hans Hermann Hanke sicher. Das neu eingerichtete Stallbüro im Melkhaus ist die neue wichtige Schaltzentrale für das Herdenmanagement. Tim Hanke betont: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht alleine in dem neuen Melkstand, sondern vielmehr in dem kompletten System. Die direkte Anbindung des Melkstandes, der Futterstationen, des Aktivitätssystems und der Sortiertore an das ALPRO Herdenmanagement-System hilft dabei die Herde zu managen und die Kühe mit wenigen Personen zu organisieren.“ Hierbei ist vor allem wichtig, täglich die aktuellen Daten der Tiere übersichtlich sortiert zur Verfügung zu haben. „Die monatlichen Ergebnisse der Milchleistungsprüfung reichen für das Management größerer Herden meist nicht mehr aus. In Ergänzung dazu benötigen wir die gesammelten Daten im ALPRO System, ist Tim Hanke überzeugt! Mit dem ALPRO Herdenmanagement System, da sind sich Tim und Hans Hermann Hanke einig, erhalten sie ein besseres Verständnis über den gesamten Zustand der Herde. Zeitgleich können sie aber auch schneller auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres reagieren. Das DeLaval Aktivitätssystem hilft dabei, die brünstigen Kühe in der Herde zu finden, welche dann über das automatische Sortiertor DSG nach dem Melken in den Behandlungsbereich geschleust werden. Die tägliche Überwachung der tierindividuellen Milchmenge, sowie der Futteraufnahme in den Kraftfutterstationen hilft Probleme frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Die Zahlen sprechen hierbei für sich. Bei 10.600 l Laktationsleistung liegt der durchschnittliche Zellgehalt in der Milch bei lediglich 130.000 Zellen/ml. Die Remontierungsrate liegt bei gut 30%. Dies zahlt sich am Ende auch in der Langlebigkeit der Kühe aus. Dies sind die besten Voraussetzungen, um auch weiterhin positiv in die Zukunft zu blicken. „Das Ziel für die nächsten fünf Jahre ist auf dem Level wie jetzt 1,9-2,0 Millionen kg Milch pro Jahr zu produzieren“, sagt Tim Hanke. Langfristig kann sich der Betriebsleiter aber auch vorstellen einen weiteren Kuhstall neben das neue Melkhaus zu bauen und die Kuhzahl auf 300 zu erhöhen. Wichtig ist der Familie Hanke hierbei aber auch eine gute Betreuung der Technik durch den DeLaval Händler. Dieser ist nur 10 km vom Betrieb entfernt und kommt nicht nur, wenn etwas zu reparieren ist, sondern immer wenn er gerade in der Nähe ist. Dieser Service ist eine wichtige Voraussetzung sich im Betrieb auf das Wesentliche zu konzentrieren und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.