Familie Sedlmair- Fischgrätenmelkstand HDHB

Professionell, modern und innovativ sind drei Eigenschaften, die Familie Sedlmair auszeichnen. Nachdem sie bereits 2003 für das Stallkonzept ihres Jungviehstalls vom KTBL ausgezeichnet wurden, hat sich Familie Sedlmair dazu entschlossen auch beim Stallneubau neue Wege und Ideen umzusetzen.

In der 2-jährigen Planungsphase konnten die beiden Hofnachfolger Matthias und Simon Sedlmair ihre Ideen, die sie während mehreren Auslandsaufenthalten sammeln konnten, voll mit einbringen. Auf entsprechenden Kuhkomfort wurde in allen Bereichen geachtet: die Gebäude, als auch die Übergänge von Stall, Separationsbereich, Wartebereich und Melkstand sind hoch, hell und freundlich und übertreffen die geforderten Normen. Die Lage im traditionsbewussten und eher kleinstrukturierten Bayern hat die Junglandwirte nicht davon abgehalten, ihre eigenen Vorstellungen vom modernen Milchviehbetrieb umzusetzen. Schnell war klar, dass für den wachsenden Betrieb ein konventionelles Melksystem die beste Lösung sein soll.

Die Entscheidung ist letztendlich auf einen D 18 FGM US HDHB gefallen, den die Familie in den USA mehrfach gesehen hatte. Damit ist der Betrieb seiner Zeit voraus und für die Zukunft bestens gewappnet. Das Stallgebäude kann problemlos gespiegelt werden, so dass sich die Laufwege für die Kühe nicht weiter erhöhen und zudem ist der Melkstand wie in den USA üblich für den 24/7 Betrieb ausgelegt. Im April 2013 wurde der neue Stall mit Melkzentrum bezogen. „Ausschlaggebend für das System von DeLaval war die Stabilität des Melkstandes, die gute Verarbeitung und vor allem der Ansetz- und Servicearm, der uns die tägliche Melkarbeit erleichtert. Er trägt nicht nur die Last des Melkzeuges, sondern garantiert in Kombination mit der Abnahmekette auch die zuverlässige Abnahme am Melkende“, wie der Betriebsleiter Simon Sedlmair sen. erläutert. Für zusätzlichen Arbeitskomfort sorgen die Kabinette oben und unten. Ein leiser und hindernisfreier Arbeitsplatz für den Melker entsteht durch die Unterbringung von Pulsator, dem Messgerät für Milchmenge und elektrische Leitfähigkeit, sowie der Spülaufnahme im unteren Kabinett.

Familie Sedlmair

Deutschland

HERDENTYP

Fleckvieh

HERDENGRÖSSE

300

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Ausschlaggebend für das System von DeLaval war die Stabilität des Melkstandes, die gute Verarbeitung und vor allem der Ansetz- und Servicearm, der uns die tägliche Melkarbeit erleichtert.

Abgestimmt auf die Anzahl der Melkplätze ist die Herde in 3 Gruppen geteilt, so dass eine möglichst hohe Durchsatzleistung erzielt werden kann. Mit der entsprechenden Arbeitsroutine, die von den Melkern konsequent umgesetzt wird, melkt Familie Sedlmair im Schnitt 160 Kühe in der Stunde. Herdenmanager Simon jun. erklärt: „Diese Leistung übertrifft die von uns gesetzten Erwartungen und Ziele. Natürlich ist dazu aber auch das entsprechende Equipment erforderlich. Ohne Wartebereich mit Nachtreiber, Remote-Start, Abnahmeautomatik, Schnellaustrieb und Herdenmanagementprogramm wäre all das nicht möglich.“ Nicht nur in der ebenerdig gestalteten Melkgrube mit Comfloor-Hubboden hat man die Kühe im Blick. Mehr Auskunft über jedes einzelne Tier erhalten die Betriebsleiter über die Management-Software ALPRO. Hier lassen sich nicht nur Abweichungen in der Milchmenge, die auf mögliche Euterkrankheiten hinweisen, sondern auch in Kombination mit der Aktivitätskontrolle die Brunst einer Kuh frühzeitig und zuverlässig erkennen. Diese Hinweise nutzt Familie Sedlmair, um die Tiere direkt nach dem Melken in der 3-Wege-Selektionsbox in einen separaten Bereich auszusortieren.

„Man lernt während der Ausbildung so vieles, wovon man erst überzeugt ist, wenn man es umsetzt“, berichten die Junglandwirte von ihren Erfahrungen. In puncto Klauengesundheit kann der Spaltenroboter, der durch die Gänge im Milchviehstall fährt, seine Fähigkeiten voll ausspielen, indem er die Laufflächen trocken und sauber hält. Über die Kraftfutterstationen, die über die beiden Außensilos mit verschiedenen Kraftfuttersorten versorgt werden, ist es möglich, jede Kuh entsprechend der Leistung zu füttern. Simon Sedlmair sen. ist davon überzeugt, dass sich die Investition in das moderne, zukunftsträchtige und vor allem professionelle System aus den USA jetzt und auch in Zukunft auszahlen wird. Das ist auch der Grund dafür, dass die Betriebsnachfolge durch zwei Söhne gesichert ist.