Familie Seifried - Fischgrätenmelkstand FGM30

Mit dem Stallneubau hat der Familienbetrieb Seifried die Weichen für die Zeit nach dem Quotenende gestellt. Nachdem der Betrieb jahrelang im Nebenerwerb bewirtschaftet wurde, stehen die Zeichen nun auf einen Wandel hin zum Vollerwerbsbetrieb.

Zum Zeitpunkt der Betriebsübernahme war für Elisabeth und Herbert Seifried klar, dass der Betrieb in Oberösterreich vorerst im Nebenerwerb weiter geführt werden muss. Der alte Milchviehstall mit einer AlfaLaval-Rohrmelkanlage hat für maximal 20 Kühe Platz geboten – keine Chance für eine Aufstockung der Herde. Erst mit der Entscheidung der Kinder den Beruf Landwirt zu erlernen, haben sich die beiden Betriebsleiter dazu entschlossen einen neuen Stall zu planen. Über viele Jahre hinweg wurde der Betrieb auf das Wachstum vorbereitet. „Nachdem wir den Betrieb für den Stallneubau vorbereitet hatten, ging alles ganz schnell“ erläutert Herbert Seifried. „Wir wussten schnell, dass wir sowohl die komplette Nachzucht als auch das Milchvieh im neuen Stall unterbringen wollen.“ Um den Planungsprozess zu eschleunigen, war für Familie Seifried schnell klar, dass sie mit möglichst wenig Firmen zusammenarbeiten will. Aufstallung, Entmistung, Melktechnik und Herdenmanagement sollte aus einer Hand kommen.

„Nicht nur in der Planungs- und Bauphase erleichtert das vieles, auch später hat man für den Service nur einen Händler als Ansprechpartner“, so die Betriebsleiterin. Die Entscheidung ist aufgrund der vielen positiven Eindrücke beietriebsbesichtigungen auf DeLaval gefallen. Lediglich bei der Anzahl an Stallplätzen hat sich die Familie lange Zeit schwer getan. Nach vielen Gesprächen im Familienkreis und mit Beratern, kamen die Betriebsleiter zu dem Entschluss einen großen Schritt zu wagen. Eine Verdreifachung des Milchviehbestands innerhalb kurzer Zeit ist das Ziel, um den Betrieb auch nach dem Quotenende im Vollerwerb bewirtschaften zu können. Planbefestigte Laufflächen mit Schieberentmistung sorgen dafür, dass die Klauen möglichst trocken sind. Die Tiefboxen werden vom Betriebsleiter täglich gepflegt, so dass die Liegeflächen sauber sind. Im gesamten Stall wurde ein Selbstfang- Fressgitter installiert, damit der Bestand für Untersuchungen und Betriebskontrollen schnell und einfach eingefangen werden kann.

Elisabeth und Herbert Seifried Familie Seifried

Deutschland

HERDENTYP

Fleckvieh

HERDENGRÖSSE

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Innerhalb einer Stunde bin ich nun mit der Stallarbeit fertig und das mit weniger Stress.

Innerhalb von 6 Monaten wurde das Bauvorhaben umgesetzt und der neue Stall bezogen. Die 20 Kühe zogen aus dem Anbindestall in den modernen Laufstall mit einem 2 x 6 Fischgrätenmelkstand 30° mit Z-Front. Dieser bietet ausreichend Platz für die Positionierung der Fleckviehherde. Exakte Erfassung der Milchmenge mit der Milchmengenmessung MM27BC (Nahinfrarottechnologie), genaue, tierindividuelle Dosierung und Anpassung der Kraftfutterration in der Abrufstation, Hinweis auf eine mögliche Brunst über Aktivitätsmesser und Auswertungen von Herdendaten – all dies sind Daten, die der Landwirtsfamilie bis jetzt nicht zur Verfügung gestanden haben. „Von Null auf Hundert: mit dem Einzug in den neuen Stall hat sich auch für uns einiges verändert. Die Technik und die nun verfügbaren Daten haben uns bei der Bestandserweiterung viel geholfen“, fasst Herbert Seifried den Lernprozess mit dem Herdenmanagementsystem ALPRO präzise zusammen. Nach dem geglückten Umzug wurde der Bestand innerhalb von neun Monaten auf 50 Kühe erweitert, die restlichen Plätze werden über die eigene Nachzucht aufgefüllt. Die Melkzeit hat sich trotz Erweiterung reduziert, wodurch sich auch die Arbeitsbelastung – sowohl zeitlich als auch körperlich – deutlich verringert hat.

„Innerhalb einer Stunde bin ich nun mit der Stallarbeit fertig und das mit weniger Stress. Mit dem Wash-Down- System lässt sich der Melkstand im Anschluss an das Melken innerhalb von wenigen Minuten reinigen“ erzählt Elisabeth Seifried überzeugt von der Investition. „Manchmal hatte ich schon den Gedanken, ob wir nicht noch einen größeren Schritt hätten wagen sollen, da alles so einfach funktioniert.“ Dank entsprechender Planung kann der Liegebereich einfach und schnell erweitert werden, da die dafür notwendige Fläche vorhanden ist. Darüber soll aber erst weiter nachgedacht werden, wenn der Sohn endgültig in den Betrieb mit einsteigt. Für Wartungsarbeiten muss nur ein einziger Servicetechniker gerufen werden, da die komplette Technik von einem Anbieter stammt - von DeLaval, dem Hersteller, der die Betriebsleiter bei Planung und Umsetzung überzeugen konnte.